11/06/2026
Markasit
Markasit wurde erstmals 1845 von dem österreichischen Geologen und Mineralogen Wilhelm Ritter von Haidinger beschrieben. Sein Name geht auf die arabische Bezeichnung marqasita für Feuerstein zurück.
Markasit besteht aus Eisen und Schwefel und gehört zur Gruppe der „Sulfide und Sulfosalze“. Er hat dieselbe Zusammensetzung wie Pyrit, der aber zum kubischen Kristallsystem gehört.
Markasit hat die Mohshärte 6 – 6 ½. Er ist bronzefarben, zinnweiß und messinggelb mit Grünstich und weist Metallglanz auf. Oft kommen auch irisierende Anlauffarben vor.
Markasit gehört zum orthorhombischen Kristallsystem und bildet undurchsichtige tafelige, strahlige, säulige, pyramidale Formen. Auch traubige, knollige, nierige und derbe Massen kommen vor. Oft bilden die Kristalle Gruppen oder Zwillinge, die nach ihrer Gestalt z.B. Kammkies oder Speerkies genannt werden. Radialstrahlige Markasite werden als Strahlkies bezeichnet, knollige Aggregate als Leberkies.
Markasit entstand unter Sauerstoffabschluss durch die Verbindung von Eisen und Schwefel.
Markasit kommt oft als Knollen und Kugeln in tonigen und kalkigen Sedimenten sowie in Kohle- und Braunkohleflözen vor. Auch in der Kreide auf Rügen finden sich Kugeln, die zum Teil in Pyrit umgewandelt sind. Markasit wird an vielen Stellen weltweit gefunden.
Markasit hat Pyrit und Pyrrhotin als Begleitmineralien. Er kann mit Arsenopyrit, Chalkopyrit, Pyrit und Pyrrhotin verwechselt werden.
In der Steinzeit wurde Markasit wie Pyrit zum Feuermachen verwendet.
Markasit ist lichtempfindlich und sollte vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. An der Luft zerfällt er mit der Zeit und bildet Sulfat-Ausblühungen. Auch vor Feuchtigkeit sollte er geschützt werden. Markasit sollte deshalb vor Licht und Luft geschützt in Plastikdosen verwahrt werden.
Schmuck mit Markasit, der v.a. in der viktorianischen Zeit beliebt war, ist in Wirklichkeit Pyrit.