28/05/2026
Gold
Gold ist ein chemisches Element mit dem Elementensymbol Au, was vom lateinischen Wort „Aurum“ für „Gold“ herrührt. Das deutsche Wort „Gold“ geht auf die indogermanische Wurzel „ghel“ für „glänzend, schimmernd“ zurück.
Gold hat die Mohshärte 2 ½ - 3, ist goldgelb und weist Metallglanz auf.
Gold ist sehr dehnbar, verformbar und biegbar und kann zu Blättchen von nur 0,001 Millimeter geschlagen werden. Aus dieser Eigenschaft des Goldes hat sich das Handwerk der Goldschläger entwickelt. In der mittelfränkischen Stadt Schwabach wird seit dem Mittelalter aus Gold hauchdünnes Blattgold geschlagen.
Gold hat eine kubische Kristallform und bildet Oktaeder, Würfel und Dodekaeder. Selten sind diese gut ausgebildet, sondern meist verzerrt, skelettförmig und drahtig. Gold kommt auch oft derb und eingewachsen vor oder in Seifenlagerstätten als rundliche Nuggets.
Gold hat Arsenkies, Quarz, Pyrit und Turmalin als Begleitmineralien.
Gold kann mit Kupferkies, Markasit und Pyrit („Katzengold“) verwechselt werden.
Gold entstand in hydrothermalen Gängen bei hoher bis mäßiger Temperatur und ist an festes Gestein (Golderz) gebunden. Durch Erosion wird das Gold aus dem Gestein gespült und landet in Flüssen und Bächen. Dort kann man es beim Goldwaschen aus dem Kies herausfiltern. Auch unsere heimischen Flüsse wie Inn und Salzach führen Gold. Dieses Wasch- oder Seifengold genannte Gold ist sehr rein. Das Berggold hat dagegen immer einen Silberanteil. Selten kann Gold auch Eisen, Kupfer, Palladium, Rhodium und Wismut enthalten.
Seit ca. 6000 Jahren wird Gold gewonnen und verarbeitet. Bereits zur Kelten- und Römerzeit wurde im Raurisertal in den Hohen Tauern Goldbergbau betrieben. Von ca. 1460 bis 1560 fanden im Raurisertal und im benachbarten Gasteinertal rund 10% der Gold-Weltproduktion statt. Zu dieser Zeit war der Goldbergbau im Raurisertal der Haupterwerb. Heute kann man noch beim Goldwaschen in der Rauriser Ache sein Glück versuchen.